PMU INSIDE · FARBLEHRE FÜR AUGENBRAUEN
Zuerst das gewünschte Ergebnis. Dann der passende Braunton.
Ein fachlicher Guide zur Augenbrauenpalette von Etalon Mix. Einen Farbton zu erkennen ist der Anfang: Entscheidend sind seine Funktion in der Palette, der Vergleich mit anderen Tönen und die Einflussfaktoren der Haut.
11 Farbtöne · 2 Serien · 1 Auswahlprozess
Was ist die Etalon Mix Brows Color Map?
Die Brows Color Map ist die didaktische Übersicht von PMU Trend zu den elf Augenbrauenpigmenten der Etalon Mix Serien Hybrid und Mineral. Sie verbindet Farbbasis, relative Temperatur und Farbtiefe mit Hauttyp, Unterton, Auftragsdichte und vorhandenem Restpigment. Sie unterstützt eine begründete Auswahl, sagt das abgeheilte Ergebnis aber nicht allein voraus.
Dieser Guide behandelt Hybrid #1–#5 und #11 sowie Mineral #6–#10. Andere Etalon Mix Augenbrauenserien benötigen eine eigene fachliche Einordnung.
01
So wählst du PMU-Pigmente für Augenbrauen aus
Definiere das Vorhaben, bevor du nach einem Farbnamen suchst. Ein Braunton kann die passende Farbbasis haben und trotzdem zu stark für den natürlichen Kontrast der Kundin sein.
Zielfarbe festlegen
Beschreibe das abgeheilte Ergebnis: eher sandfarben oder kastanienbraun? Zart oder deutlich definiert? Warm, neutral oder kühl im Verhältnis zum natürlichen Haar? “Braun” ist als Zielbeschreibung zu ungenau.
Haut und Restpigment beurteilen
Berücksichtige Unterton, individuelle Hautmerkmale und eine frühere Pigmentierung. Dasselbe Farbziel auf unpigmentierter Haut und über grauem Restpigment verlangt unterschiedliche Überlegungen.
Farbbasis und Tiefe vergleichen
Vergleiche geeignete Töne innerhalb der Serie und plane Auftragsdichte und Technik mit ein. Flaschenfotos ersetzen weder Produktunterlagen noch dokumentierte abgeheilte Ergebnisse deiner Praxis.
02
Hybrid und Mineral: die Unterschiede verstehen
Hybrid: sechs unterschiedliche Farbfunktionen
Hybrid umfasst gelbe, orange und rotbraune Farbbasen sowie Dark Chocolate als tiefen, kühlen Bezugspunkt. Espresso gehört zur Serie; Kurs und Hersteller unterscheiden jedoch seine Zusammensetzung von den ersten fünf Tönen. Der Name Hybrid beschreibt keine vollständige Rezeptur.
Mineral: innerhalb der Palette vergleichen
Albina Lazareva beschreibt im Kurs eine überwiegend auf Eisenoxiden beruhende Serie mit ergänzenden Farbkomponenten. Mineral bedeutet daher nicht automatisch “ausschließlich Oxide”. Maßgeblich für Zusammensetzung und Colour Index einer Referenz sind aktuelle Etiketten und Produktunterlagen.


03
Fitzpatrick, Unterton und Auftragsdichte unterscheiden
Fitzpatrick: Orientierung statt automatische Auswahl
Der Hauttyp beschreibt die Reaktion auf Sonnenlicht. Die Zuordnungen in den Quellen sind didaktische Orientierungen und keine Bestimmung des Untertons. Zwei Personen desselben Hauttyps können unterschiedliche Farben benötigen.
Unterton: die Haut beeinflusst die sichtbare Farbe
Albinas Lektion erläutert, wie Haut die Pigmentwahrnehmung verändert. Ein olivfarbener, kühler oder wärmerer Unterton wird zusammen mit Haarfarbe und Ziel beurteilt. Einige rotbraune Töne werden mit olivfarbener Haut verbunden; daraus folgt keine allgemeine Vorgabe für Hauttyp 3.
Auftragsdichte: mehr Präsenz kann auch kühler wirken
Im Kurs kann Hazelnut bei leichtem Auftrag sandfarbener und bei dichtem Auftrag graubrauner erscheinen. Der Hersteller beschreibt Arabica mit luftigem Auftrag auf Typ 1–2 und dichterem Auftrag auf 3–5. Mehr Sättigung bedeutet nicht einfach eine “länger haltende” Farbe.
Alle 11 Farben: Flasche und Farbmuster
Blättere durch die Hybrid- und Mineral-Palette und vergleiche die Farbdarstellungen aus den Produktgalerien.
Wische durch die Bilder oder nutze die Pfeile. Nach Auswahl der Galerie funktioniert auch die Tastatur.
Die Farbmuster zeigen die fotografische Darstellung des Pigments in der Galerie, nicht das abgeheilte Ergebnis. Licht und Bildschirm können die Wahrnehmung verändern.
04
Die 11 Etalon Mix Pigmente im Einzelvergleich
Temperatur ist relativ zur Palette; Farbtiefe ist qualitativ beschrieben. Keine Tabellenangabe bedeutet “auf jeder Haut neutral”. Hauttypbereiche werden der jeweiligen Quelle zugeordnet und sind keine universellen Grenzen.
Hybrid

Hazelnut #1
gelbbraun · hell–mittel; kann bei dichtem Auftrag kühler wirken
Etalon-Mix-Quellen: Die gelbe Basis ist zentral; der Kurs zeigt unterschiedliche Wahrnehmungen je nach Auftragsdichte.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Mit Light Brown vergleichen, um sandiges Braun von einer helleren Basis zu unterscheiden.
Fitzpatrick laut Quellen: 1–3
Produktdetails Hazelnut N°1 →
Milk Chocolate #2
orange · wärmster Hybrid-Ton
Etalon-Mix-Quellen: Der orangefarbene, warme Bezugspunkt der Hybrid-Serie.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Prüfe, ob die Zielfarbe orange Wärme benötigt. Wärme und Farbtiefe sind unterschiedliche Merkmale.
Fitzpatrick laut Quellen: 1–4 im Guide
Produktdetails Milk Chocolate N°2 →
Cognac #3
rotbraun · warm, mittlere Farbtiefe
Etalon-Mix-Quellen: Der Kurs verbindet den Ton unter anderem mit olivfarbenen Untertönen.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Mit Espresso vergleichen, wenn eine rotbraune Richtung mit anderer Intensität gesucht wird.
Fitzpatrick laut Quellen: 3–4 im Guide
Produktdetails Cognac N°3 →
Light Brown #4
helles Gelbbraun · hell, relativ kühl
Etalon-Mix-Quellen: Heller und weniger braun als Hazelnut; in den Guides auch mit blondem und grauem Haar verbunden.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Ein Bezugspunkt für zarte Ergebnisse, dessen Wirkung von der geplanten Sättigung abhängt.
Fitzpatrick laut Quellen: vor allem 1–2
Produktdetails Light Brown N°4 →
Dark Chocolate #5
dunkles, kühles Braun · dunkelster und kühlster klassischer Hybrid-Ton
Etalon-Mix-Quellen: Im Kurs für Tiefe und Mischungen verwendet; dicht und pur aufgetragen kann er zu grau wirken.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Prüfe vor dem Vertiefen, wie stark die Haut das Ergebnis bereits abkühlt.
Fitzpatrick laut Quellen: keine ausschließliche Zuordnung
Produktdetails Dark Chocolate N°5 →
Espresso #11
rotbraun · heller und weicher als Cognac
Etalon-Mix-Quellen: Die aktuelle Beschreibung nennt eine rotbraune Richtung mit geringerer Farbtiefe als Cognac.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Der Name Espresso bedeutet nicht, dass es sich um den dunkelsten Braunton handelt.
Fitzpatrick laut Quellen: vor allem 1–2
Produktdetails Espresso N°11 →Mineral

Taupe #6
gelbbraun · tiefer als Pecan
Etalon-Mix-Quellen: Laut Hersteller dunkler als Pecan; der Kurs nennt zusätzlich die Typen 1–3.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Die beiden gelbbasierten Mineral-Töne vergleichen, bevor eine rote Komponente ergänzt wird.
Fitzpatrick laut Quellen: 1–2; im Kurs auch 1–3
Produktdetails Taupe N°6 →
Pecan #7
gelbbraun · hellster Mineral-Ton
Etalon-Mix-Quellen: Die hellste Farbe der Mineral-Palette.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Ein heller Anteil kann eine Mischung weicher machen, beseitigt aber kein Restpigment und garantiert kein helles Ergebnis.
Fitzpatrick laut Quellen: 1–2
Produktdetails Pecan N°7 →
Tiziano #8
rotbraun · wärmster Mineral-Ton
Etalon-Mix-Quellen: Der warme Bezugspunkt der Mineral-Serie; im Kurs erscheint auch ein kombiniertes Beispiel für Typ 5.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Vor einer roten Farbrichtung die bereits vorhandene Wärme beurteilen.
Fitzpatrick laut Quellen: 1–4
Produktdetails Tiziano N°8 →
Sepia #9
rotbraun · tiefer als Taupe und Tiziano
Etalon-Mix-Quellen: Der offizielle Vergleich beschreibt ihn dunkler als Taupe und Tiziano.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Vergleichen, wenn ein heller Mineral-Ton nicht die gewünschte Farbtiefe bietet.
Fitzpatrick laut Quellen: 3–4
Produktdetails Sepia N°9 →
Arabica #10
graubraun · kühlster Mineral-Ton; Dichte beeinflusst Tiefe
Etalon-Mix-Quellen: Die aktuelle Quelle unterscheidet leichten Auftrag auf 1–2 von dichterem Auftrag auf 3–5.
Didaktische Einordnung von PMU Trend: Nicht als Farbe ausschließlich für sehr dunkle Augenbrauen verstehen.
Fitzpatrick laut Quellen: 1–2 luftig; 3–5 dichter
Produktdetails Arabica N°10 →05
Mischungen steuern statt Rezepte übernehmen

Wärmer gestalten
Milk Chocolate #2 ist der orange Hybrid-Bezugspunkt; Tiziano #8 die warme rotbraune Mineral-Referenz. Entscheidend ist, welche Art von Wärme zum Ziel passt.

Kühler gestalten
Dark Chocolate #5 und Arabica #10 reduzieren die relative Wärme innerhalb ihrer Serien. Kühlt Haut oder Restpigment bereits stark ab, kann eine weitere kühle Komponente das Ergebnis stumpfer wirken lassen.

Heller oder weicher gestalten
Light Brown #4 und Pecan #7 innerhalb ihrer Serien vergleichen. Hellerer Farbton, geringere Auftragsdichte und Verdünnung sind unterschiedliche Maßnahmen.

Farbtiefe erhöhen
Dark Chocolate #5 dient als Hybrid-Referenz; Sepia #9 und Arabica #10 zeigen unterschiedliche Mineral-Richtungen. Farbtiefe, Temperatur und Pigmentauftrag gemeinsam beurteilen.
Konzeptionelle Illustrationen von PMU Trend: Die dargestellten Farben sind keine Etalon Mix Farbmuster und sagen das Ergebnis auf der Haut nicht voraus.
Die Lektion verbindet gelbe mit rotbraunen Bereichen, etwa Hazelnut + Cognac oder Taupe + Sepia, und warme mit kühlen Polen, etwa Milk Chocolate + Dark Chocolate oder Tiziano + Arabica. Das sind Beispiele für Farblogik. Hier werden daraus keine festen Mischverhältnisse abgeleitet.
06
Drei Denkbeispiele für deine Farbauswahl
Helle Haut und geringer natürlicher Kontrast
Das Ziel ist ein zarter Braunton. Light Brown, Hazelnut, Pecan und Taupe vergleichen; Espresso bietet eine weichere rotbraune Richtung als Cognac. Die hilfreiche Frage lautet: Welche Basis und Präsenz braucht das abgeheilte Ergebnis?
Olivfarbener Unterton und kastanienbraunes Ziel
Cognac und Sepia werden in den Quellen mit der rotbraunen Richtung verbunden, Milk Chocolate mit einer orangefarbenen Basis. Der Vergleich hilft, die Art der Wärme zu unterscheiden. “Olivfarben” allein legt keinen Pigmentnamen fest.
Vorhandenes Restpigment und Wunsch nach mehr Definition
Zuerst Farbe, Dichte und Form der früheren Arbeit beurteilen. Ein tiefer Braunton über kühlem Restpigment kann die optische Schwere erhöhen. Korrekturen sind ein eigenes Vorhaben; dieser Paletten-Guide ist kein Cover-up-Protokoll.
Fehler, die eine fundierte Auswahl erschweren
- Nach Flasche oder Bildschirm auswählen, ohne das abgeheilte Ziel festzulegen.
- Fitzpatrick als einziges Kriterium verwenden und mit Unterton verwechseln.
- Eine ungeeignete Farbbasis durch dichteren Auftrag ausgleichen wollen.
- Kursmischungen übernehmen, ohne Zielfarbe und Restpigment zu dokumentieren.
Farben und Kombinationen in Behandlungsbildern
Je ein Bild aus der Galerie der elf Pigmente. Die Bildunterschriften nennen die Pigmente, die auf den Originalbildern angegeben sind. Einige Bilder zeigen mehrere Referenzen oder getrennte Beispiele, ohne Mengen oder die Art der Kombination zu dokumentieren.
Wische durch die Bilder oder nutze die Pfeile. Nach Auswahl der Galerie funktioniert auch die Tastatur.
Die Bilder nennen weder Mischungsverhältnisse noch den Heilungszustand oder einen dokumentierten Vorher-Nachher-Vergleich. Diese Angaben werden nicht abgeleitet. Für die Anwendung der Kurslogik bleiben Haut, Technik und vorhandene Restpigmentierung entscheidend.
07
Vergleichstabelle: Hybrid und Mineral
Auf dem Smartphone lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.
| Pigment | Serie | Farbbasis | Relative Einordnung | Fitzpatrick laut Quellen |
|---|---|---|---|---|
| Hazelnut #1 | Hybrid | gelbbraun | hell–mittel; kann bei dichtem Auftrag kühler wirken | 1–3 |
| Milk Chocolate #2 | Hybrid | orange | wärmster Hybrid-Ton | 1–4 im Guide |
| Cognac #3 | Hybrid | rotbraun | warm, mittlere Farbtiefe | 3–4 im Guide |
| Light Brown #4 | Hybrid | helles Gelbbraun | hell, relativ kühl | vor allem 1–2 |
| Dark Chocolate #5 | Hybrid | dunkles, kühles Braun | dunkelster und kühlster klassischer Hybrid-Ton | keine ausschließliche Zuordnung |
| Espresso #11 | Hybrid | rotbraun | heller und weicher als Cognac | vor allem 1–2 |
| Taupe #6 | Mineral | gelbbraun | tiefer als Pecan | 1–2; im Kurs auch 1–3 |
| Pecan #7 | Mineral | gelbbraun | hellster Mineral-Ton | 1–2 |
| Tiziano #8 | Mineral | rotbraun | wärmster Mineral-Ton | 1–4 |
| Sepia #9 | Mineral | rotbraun | tiefer als Taupe und Tiziano | 3–4 |
| Arabica #10 | Mineral | graubraun | kühlster Mineral-Ton; Dichte beeinflusst Tiefe | 1–2 luftig; 3–5 dichter |
08
Häufige Fragen von PMU-Artists
Welches Etalon Mix Augenbrauenpigment ist das beste?
Es gibt keinen besten Ton für alle Fälle. Farbbasis, Tiefe und Wärme mit Zielfarbe, Unterton, Dichte und Restpigment vergleichen. Die Übersicht grenzt die Auswahl ein.
Bestehen Mineral-Pigmente ausschließlich aus Eisenoxiden?
Der Kurs beschreibt eine überwiegend mineralische Basis mit ergänzenden Komponenten. Aktuelle Etiketten und Unterlagen prüfen: Der Serienname ist keine INCI-Liste.
Ist Espresso #11 dunkler als Cognac #3?
Nein. Die Quellen beschreiben Espresso als heller und weicher; beide besitzen eine rotbraune Richtung.
Kann Arabica #10 für helle Haut berücksichtigt werden?
Die aktuelle Herstellerdokumentation beschreibt auch luftigen Auftrag auf Hauttyp 1–2. Diese Angabe zusammen mit Unterton und gewünschter Intensität beurteilen.
Heilt ein warmes Pigment immer warm ab?
Nein. Die Temperatur in der Palette ist relativ. Laut Lektion verändern Haut, Sättigung und individuelle Merkmale die sichtbare Farbe.
Kann ich Hybrid und Mineral in derselben Farbkappe mischen?
Albina empfiehlt im Kurs getrennte Kappen und schichtweises Arbeiten wegen unterschiedlicher Einbringgeschwindigkeit. Zusätzlich die Unterlagen der tatsächlich verwendeten Referenzen prüfen.
Kann ich Mischverhältnisse aus Kursen übernehmen?
Sie helfen beim Verständnis der Farblogik, ersetzen aber nicht die individuelle Beurteilung. Dasselbe Verhältnis garantiert kein identisches abgeheiltes Ergebnis.
Wie nutze ich den Guide vor dem Kauf?
Ziel und Serie festlegen, zwei oder drei passende Farben vergleichen und dann Produktunterlagen und Formate prüfen. Für Beratung Unterton, Haarfarbe, Restpigment und Ziel vorbereiten.






















